Strafbare Inhalte im Internet

Seminarbeit über die Erscheinungsformen und strafrechtliche Würdigung strafbarer Inhalte im Internet, bei Prof. Dr. Bernd Heinrich an der Humboldt-Universität zu Berlin eingereicht. In der Arbeit werden Internetinhalte kategorisiert, der Schriftenbegriff des StGB erläutert und relevante Straftatbestände dargestellt (unter anderem Volksverhetzung, Unterscheidung zwischen einfacher und qualifizierter “Auschwitzlüge”, die Fälle Zündel und Töben, Pornographie- und Gewaltdarstellungen, Grauzone wegen Erforderlichkeite einer Bestimmungshandlung bei der Verbreitung kinderpornographischer Schriften, Ehrverletzungen, Kollektivbeleidigungsfähigkeit, Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen, Verhältnis von § 201a StGB zu § 33 KunstUrhG). Das Dokument (PDF) hat 39 Seiten, die Arbeit wurde im Wintersemester 2004/2005 mit 17 Punkten (sehr gut) bewertet.

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Das jüngste Gewitter (2007)

Foto: Neue Visionen

Bevor ich mir gestern Roy Anderssons Film »Das jüngste Gewitter« im Kino angesehen habe, habe ich im Internet gelesen, was andere davon halten. Nicht wenige Stimmen lauteten, diese angebliche Komödie sei Zeit- und Geldverschwendung. Was ihr an Lustigkeit fehle, gleiche sie durch die Langeweile aus, die sie verbreite. Kein geistig gesunder Kinogänger ertrage es, bis zum Ende der Vorführung im Saal auszuharren.

Man darf nicht alles glauben, was im Internet steht. Heute kann jeder Depp eine Internetseite aufmachen und schreiben, was er will. So wie ich. Wer mich nach meinem Urteil über den Film fragt, bekommt einen gegenteiligen Tenor zu hören. Nämlich: Toller Film. Continue reading

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Darüber lacht der Nerd

Die Foto-Plattform flickr erfreut sich wegen der Möglichkeit zur Interaktion (Stichwort: social Dingsbums/»Web 2.0«) und wegen ihrer – trotz ansehnlichen Funktionsumfangs – beispiellos einfachen Bedienbarkeit einer erheblichen Beliebtheit (muss ich mir eigentlich Sorgen machen, wenn ich an einem Sonntagmorgen im Zustand der Entspannung Wendungen wie sich erheblicher Beliebtheit erfreuen und Zustand der Entspannung gebrauche?). Flickr ist jedenfalls laut Alexa-Ranking unter den weltweit 50 populärsten Websites. Ich habe dem Angebot dennoch vor einigen Monaten aus verschiedenen Gründen den Rücken gekehrt, einer davon: Das Unternehmen installierte für deutsche Benutzer einen Inhaltsfilter, der die Besucher bevormundet, indem er bestimmte Fotos vorsichtshalber nicht anzeigt. Leider sind derartige Filter regelmäßig ziemlich doof, manche nannten die Vorgehensweise sogar Zensur.

Unlängst gab es für mich trotzdem einen Grund, mal wieder ein wenig Zeit bei flickr zu verbringen. Es ist der Song Chart-Bilderpool. Dort werden Bilder gezeigt, die Musik visualisieren, indem der Text als Diagramm dargestellt wird. Das ist lustig. Für mich jedenfalls lustig genug, auch ein paar Diagramme zu entwerfen. Continue reading

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Fünf Weisheiten aus Berlin (aus Berlin)

Die Ärzte aus Berlin (aus Berlin) sind schon so lange im Geschäft, dass ihre Konzerte von Teenagern jeden Alters besucht werden. In all den ganzen Jahren haben im Werk von Belafarinrod auch profunde Lebensweisheiten Niederschlag gefunden. Von den inzwischen zur Allgemeinbildung gehörenden Erkenntnissen über Männer (= Schweine) und Frauen (= Hauegernhaberinnen) abgesehen, zum Beispiel diese hier:

5. „So wie ich die Sache sehe, ist die Intelligenz bereits ausgerottet und es leben nur noch die Idioten.“ (Anti-Zombie)

Wenn man das erstmal kapiert hat, lebt es sich stressfreier: Die Leute, die einem immer wieder aufs Neue den Alltag schwer machen, sind halt doof und können nichts dafür. Continue reading

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Fünf Vorsätze für das neue Jahr

Klassiche Vorsätze zu Beginn eines neuen Jahrs sind: mehr Bewegung, weniger Essen, gar keine Zigaretten. Sie sind allesamt zum Scheitern verurteilt und werden daher immer unpopulärer. Dieser Beitrag gibt dem orientierungslosen Leser auf der Suche nach neuen Vorsätzen praktische Lebenshilfe.

5. Mehr Gelassenheit wagen

Verkrampfte aller Länder, lasst Euch sagen: Gelassenheit ist gut für uns alle. Entspannt lebt es sich einfach besser. Nachdem es in diesem Jahr gelungen ist, das Klima zu retten, haben wir schließlich allen Grund, völlig unaufgeregt der Dinge zu harren, die da kommen. Continue reading

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Sogenannte Swingerclubs

Nur wenig liegt mir ferner als die Zeitschrift DÖV zu abonnieren. DÖV steht für Die öffentliche Ver­waltung und dürfte in Kreisen einigermaßen normaler Leute ähnlich gut als kurzweilige Lektüre geeignet sein wie Emma im Opelclub. Eine der Titelgeschichten in der aktuellen Ausgabe trägt die knackige Überschrift „‚Gemeingeist‘ versus Dienst-Mechanismus – Zum 250. Geburtstag des preußi­schen Reformers Karl vom und zum Stein“. Mehr muss man nicht über diese Zeitschrift wis­sen. Eigentlich.

Mir gelang es, mich während der letzten 29 Jahre von dem Blatt fernzuhalten. Bis gestern. Da konn­te ich nicht widerstehen, eine der letzten Ausgaben zur Hand zu nehmen, die mich in der Uni­bib­lio­thek anlächelte – dort sind solche Magazine frei zugänglich. Hat die Schriftleitung doch glatt ein The­ma aufgegriffen, das man sonst nur aus dem Privatfernsehen kennt: Swingerclubs. Continue reading

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Von der Wiege bis zur Bahre

Wer im Referendariat bei Gericht die Staatsanwaltschaft zu vertreten hat, muss einige Dinge beachten. Es heißt zwar, man könne nur zwei Fehler machen: Kein Wort sagen oder schreiend den Saal verlassen. Alle weiteren denkbaren Unzulänglichkeiten würde der Strafrichter schon ausbügeln. Trotzdem schadet es nicht, wenn man einen nicht ganz unvorbereiteten Eindruck hinterlässt. Insbesondere ist es günstig, wenn man weiß, wann man „dran“ ist und was man so im Plädoyer zu sagen hat.

All das lernt man in der begleitenden Arbeitsgemeinschaft, einiges steht auch in Büchern. Darum hier nur in Kürze, schließlich will ich auf meinen Plädoyer-Baukasten mein Sitzungsdienst-Formular hinaus: Continue reading

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Kleine Erfolgserlebnisse des Hobby-Wortschöpfers

Bisher war ich ein erfolgloser Wortschöpfer. Meine Begriffe homestoryesk, Putativheld und Unterschichtenschlüpfer haben sich nicht durchsetzen können. Anders der Plazenta-Effekt. Dieser von mir vor knapp 19 Monaten geschöpfte Begriff ist inzwischen in einem Marketing-Glossar aufgetaucht:

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Immer diese Radfahrer

Amsterdam könnte eine schöne Stadt sein. Man müsste nur die ganzen Autos beseitigen, die die idyllische Kulisse so sehr beeinträchtigen. Und die Fahrräder natürlich. Erstaunlich, dass die EU dagegen noch nichts unternommen hat, von wegen Anpassung der Lebensverhältnisse und Beseitigung unnötiger Risiken für die Volksgesundheit. Schließlich besteht dringender Handlungsbedarf zur Stärkung der Rechte der Fußgänger.

Über die Fietser, wie harmlos das klingt, muss man wissen: Sie sind überall, sie sind schnell und sie kennen keine Gnade. Dereinst hat Ulrich Wickert in Paris gezeigt, dass die vielbefahrene Champs-Élysées trotz chaotischer Verkehrslage selbst dann unbeschadet zu Fuß überquert werden kann, wenn man die anderen Verkehrsteilnehmer komplett ignoriert. Continue reading

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Was kostet die Welt?

In den Zweckmäßigkeitserwägungen einer zivilrechtlichen Anwaltsklausur spielen Kostengesichtspunkte regelmäßig eine Rolle. Der Anwalt muss seinem Mandanten schließlich zu einem kostengünstigen Vorgehen raten. Continue reading

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