Dem Namen alle Ehre machen (Männerspielzeug 1)

Heute mal wieder ein Beitrag aus der Reihe Dem Namen alle Ehre machen, Thema: Gebrauchte Lokomotiven – und zwar “Männerlokomotiven”, nicht dieser Kinderkram für die Modellbahnanlage. Vor einiger Zeit habe ich mich für die Anschaffung einer gebrauchten Lokomotive interessiert. Nicht, weil ich eine kaufen wollte, sondern einfach so.

Meine E-Mail an Bombardier, Geschäftsbereich Transportation, wurde tatsächlich beantwortet. Diese Erkenntnisse will ich Euch beiden, liebe Leser, nicht vorenthalten.

Auf dem Gebrauchtmarkt wird zwischen einsatzfähigen und für den Betrieb in Deutschland zugelassenen Lokomotiven und den erheblich preisgünstigeren „Grundloks“ unterschieden. „Grundlok“ ist eine nette Umschreibung für Wrack, zumindest fehlen Teile oder ganze Baugruppen. Der Käuferkreis wird beschrieben als

kleinere Firmen, die eine Werkstatt haben und sich die Lokomotive selbst fertig machen wollen und auch können.

Ähnlichkeiten zu Fahrzeuginseraten im Anzeigenteil der Zeitung (HU/AU neu vs. Bastlerfahrzeug) sind sicher kein Zufall. Weitere Gemeinsamkeiten gibt es bei der Vertragsgestaltung zwischen Kunde und Händler, der Kunde kann zwischen Kauf und Leasing wählen. Nur die Entscheidung für das richtige Modell ist schwieriger: Farben sind zweitrangig, Extras wie Hifi-Anlagen und Navigationssysteme unnötig bis überflüssig, entscheidend ist vielmehr das Streckenprofil, also welche Steigungen und Kurvenradien dem Gefährt zugemutet werden sollen. Anhängelast und mögliche Fahrgeschwindigkeit sind weitere Faktoren.

Preise ergeben sich je nach Größe der Lok und liegen zwischen 200.000 Euro für eine kleinere Rangierlok und 1,5 Millionen Euro für eine ordentliche Streckenlok.

Und demnächst erfahren Sie, worauf Sie beim Kauf eines gebrauchten Passagierflugzeugs oder eines Öltankers achten müssen.

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