Vokale, in der Grundschule gerne auch als Selbstlaute bezeichnet, haben eine Ausnahmestellung unter den Buchstaben des Alphabets. Zeit, sie zu sortieren.
5. Das „A’
Das A ist sonst immer vorne dabei. Dabei ist es völlig überbewertet, in Wirklichkeit ist das A ein elender Streber, der sich dauernd in den Vordergrund drängelt. Wer mal nachts nach einem Türöffnungsdienstleister oder einem Notfallklempner gesucht hat, weiß, dass auch der AAA Schlüsseldienst* und die AAA Rohrreinigung* verbrecherische Wucherer sind, die mit dem A gemeinsame Sache machen.
* Ähnlichkeiten mit lebenden oder toten Personen, Tieren, Halsabschneidern oder Firmen sind rein zufällig.
4. Das „U’
Nicht viel besser steht es um das U. Als wesentlicher Bestandteil der Vorsilbe Un- verbindet man mit dem U nichts Gutes: Unglück, Unfall, Unmut, Unrat, Unterschichtsfernsehen, …
3. Das „O’
Eine Runde Sache, so ein O. Toller Buchstabe, dem auch in Volksweisen und geflügelten Worten gehuldigt wird – man denke nur an „O, Du fröhliches, O, Du seliges“ oder „O, mein Gott“. Gäbe es das O auch als körperlichen Gegenstand, so richtig zum Anfassen, dann könnte man damit sogar Hula Hoop spielen.
2. Das „E’
Auf einen verdienten zweiten Platz kommt das E. Als im Fernsehen noch das Glücksrad gedreht wurde, haben die Kandidaten sich darum gerissen, diesen Buchstaben für 300 Mark zu kaufen, das will was heißen.
1. Das „I’
Ganz oben auf dem Siegertreppchen steht aber das I, und zwar kerzengerade. Vordergründig nur ein simpler Strich, ist das I in Wahrheit ein ehrlicher und aufrechter Buchstabe, an Schlichtheit und Eleganz kaum zu übertreffen. Schon die alten Römer, ein kluges Volk, dem wir nicht zuletzt die Kanalisation zu verdanken haben, wussten, was wichtig ist und haben die Eins, unangefochtene Königin unter den Zahlen, durch ein I ersetzt.
Das ist mein erster Beitrag bei Top 5, vor 24 Stunden dort veröffentlicht. Etwaige Kommentare bitte dort hinterlassen.