Top 5: Bilder

Fünf Bilder aus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, die in Erinnerung bleiben:

5. Vereidigung des „Turnschuhministers“

Joschka Fischer wird am 12. Dezember 1985 erster grüner Minister der Bundesrepublik, Staatsminister für Umwelt und Energie in Hessen. Seine Kleidung während der Vereidigung ist unkonventionell und sorgt für Aufsehen: Zu Jeans und Sakko trägt Fischer Turnschuhe.

4. Helmut Kohl hält Händchen mit François Mitterand

Mit Helmut Kohl ist nicht nur das Bild verknüpft, wie er im Mai 1991 während eines Besuchs in Halle an der Saale handgreiflich gegenüber Demonstranten wird, die ihn mit Eiern beworfen haben. Er hat am 22. September 1984 auch der Opfer der beiden Weltkriege gedacht, in Verdun, Hand in Hand mit François Mitterand. Das Sinnbild der deutsch-französischen Versöhnung.

3. Conrad Schuman springt über den Zaun

„Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten“, heißt es noch im Juni 1961 aus dem Mund des DDR-Staatsratsvorsitzenden Walter Ulbricht. Diese Äußerung darf man getrost als Lüge bezeichnen, denn ab dem 13. August wird die Berliner Mauer gebaut. Unteroffizier Conrad Schumann dient in der Nationalen Volksarmee und soll den Stacheldrahtzaun bewachen, der Ost- und Westberlin provisorisch teilt. Am 15. August 1961 springt Schumann über eben diesen Stacheldrahtzaun in die Freiheit.

2. Menschen auf der Berliner Mauer

Das über 150 Kilometer lange Symbol der deutsch-deutschen Teilung hat ausgedient, als Günter Schabowski, Sprecher des SED-Zentralkomitees, am 9. November 1989 um 18.53 Uhr die neue Reiseregelung der DDR bekanntgibt und ergänzt, dass sie sofort in Kraft tritt. Menschen beginnen, sich auf beiden Seiten der Mauer zu versammeln. Noch in der Nacht erklimmen Berliner die Mauer und treten sie im Wortsinn mit Füßen. Der Rest ist Geschichte.

1. Willy Brandt kniet in Warschau

7. Dezember 1970. Ein Vierteljahrhundert nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs schließen die Bundesrepublik Deutschland und die Volksrepublik Polen den Warschauer Vertrag, dessen Gegenstand die Anerkennung der Westgrenze Polens ist. Am Tag der Unterzeichnung fällt Willy Brandt am Mahnmal für die Opfer des Warschauer Ghettos auf die Knie. Diese stumme Geste des vierten Bundeskanzlers ist der Grundstein für die Aussöhnung zwischen Polen und Deutschland.

Das ist mein zweiter Beitrag bei Top 5, vor 24 Stunden dort veröffentlicht. Anmerkungen bitte dort hinterlassen.

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